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NEUERSCHEINUNG: Am 16.12.2011 erschienen: Harald G. Dill und Berthold Weber: Die Oberpfälzer Flussspat-Anthologie „Bunte Steine“ prägen die Region und ihre Menschen um den Wölsenberg 320 Bilder auf 312 Seiten Fadenheftung mit Hardcover-Umschlag Format 17 x 24 cm Das Buch ist über den Buchhandel und den Verlag erhältlich. ISBN: 978-3-942668-01-9 Preis: 18.20€ |
![]() Der Kalender
2012 zum Buch:
14 Seiten DIN A3 mit großformatigen Mineralienbildern Preis: 8.50€ Bestellung beim Verlag Späthling: info@spaethling.de Telefon 09253-97710-0 |
In jeder größeren Mineraliensammlung, sei es Systematik-, Schaustufen- oder Weltweitsammlung taucht als Fundortname immer wieder "Wölsendorf" auf. Selbst in der historischen Sammlung von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar befindet sich ein Fluorit von "Wölsenberg" (mündl. Mitteilung von Dr. H. Ziehr). Diesen Weltruhm hat der kleine Ort zwischen Nabburg und Schwarzenfeld im Osten Bayerns als Mittelpunkt eines intensiven Bergbaus, vor allem auf Fluorit, erlangt. Sogar ein Mineral - Wölsendorfit - wurde nach diesem Fundort benannt. In über 30 Gruben wurden insgesamt etwa zweieinhalb Millionen Tonnen Flußspat gefördert (bis zu 10 % der Jahresweltproduktion), seit 1987 ruht der Bergbau, ein großer Teil des Vorkommens ist abgebaut, zudem ist ausländischer Flußspat billiger (zu gewinnen) und umfangreiche Aufsuchungsarbeiten haben nicht zum Erfolg geführt. Die Blütezeit des Bergbaus war nach dem II. Weltkrieg, so etwa von 1950 bis 1960. Geologisch gesehen streichen die bis 12 Meter mächtigen und bis zu 4 km verfolgten Gänge etwa in NO-SW Richtung und stehen damit in Analogie zu den mächtigen Quarzmassen des Pfahls, der in süd-östlicher Richtung ansetzt. Der Gestamtmineralgehalt der Gänge wurde auf über 10 Millionen Tonnen geschätzt. Die Vielzahl der ca. 100 Gänge ist kein und weil weniger mächtig (dm bis cm Bereich) nicht bauwürdig, auch weicht Fluorit im Süden gegenüber Quarz immer stärker zurück. Man ordnet die Entstehung der Flußspatgänge den Nachwirkungen des Rotliegend-Vulkanismus zu. Neben Fluorit, der in prächtigen Farben (Honigspat !) und großen Kristallen sowie seltenen Kristallformen {731} gefunden wurde war das Wölsendorfer Revier auch wegen der raren Uran-, Kupfer- und Bleimineralien ein, von Mineraliensammlern oft aufgesuchter Fundort. Prächtige Barytstufen, wunderbare Eisenkieselkristallstufen und Stufen mit Zinkblende, Bleiglanz, Pyrit, Amethyst, Markasit, Calcit und Dolomit zieren viele (ältere) Sammlungen in der Region und anderswo. Leider sind - um es vorweg zu sagen - die Fundaussichten heute fast gleich Null, zumindest wenn man Stufen für die Vitrine sucht. Zwar werden immer wieder alte Halden umgegraben und die verlassenen Stollen aufgemacht, jedoch ist das nicht nur gefährlich und manchmal sogar strafbar, auch rechtfertigen die so gemachten bescheidenen Funde dieses Risiko nicht. |
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