Etwa 12,5% der Erdkruste bestehet aus
Quarz. Auch Kieselsteine und viele Sande bestehen hauptsächlich
aus Quarz. Dabei ist Quarz als gesteinsbildendes
Mineral in magmatischen, sedimentären und metamorphen Gesteinen zu
finden. In Pegmatiten sind metergroße Kristalle (z. B. in Hagendorf, anzusehen
im Stadtpark vom Pleystein) gefunden worden. Sogar ganze Berge (z.B. Kreuzberg in Pleystein)
bestehen aus Quarz, und mächtige Quarzgänge (z.B. der Pfahl)
sind keine Seltenheit.
| Meine Quarz Fotos: siehe <hier> |
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Japaner-Zwillinge
![]() |
Verzwillingung
nach (11-22). Unter den
Zwillingsgesetzen, nach denen
Quarzkristalle Zwillinge bilden, ist eines besonders bemerkenswert:
Das Japanergesetz, auch als "La
Gardette"-Zwillingsgesetz bekannt. Es lagern
sich hiebei zwei Individuen fast unter einem rechten Winkel
aneinander. Die Bildungsbedingungen, welche zu dieser Verzwillingung
führen, scheinen jedoch außerordentlich selten
zusammenzutreffen. Erstmals als Zwillinge erkannt wurden solche Quarze
aus dem La
Gardette-Gebiet von WEISS (1829), daher auch
"Weiss-Zwillingsgesetz". Das erste klassische Vorkommen dieser
Zwillingsformen von
Quarz beschrieb seinerzeit RATH, es liegt in Japan in der Provinz Kai.
Die Bezeichnung "Japaner-Zwilling" wurde aber erst von V. Goldschmidt
(1905a) eingeführt. Bei Hochquarz nennt man das Zillingsgesetz Verespatak.
Japaner-Zwillinge, also fast rechtwinklig
(84°30')
verzwillingte Kristalle sind auch aus NO-Bayern bekannt von der
Acherwiese
(Fichtelgebirge),
Göpfersgrün/Johanneszeche, Waldstein/Fichtelgebirge und von
der
Fürstenzeche/Lam (Bayerischer Wald)
<Bild> |
| Dauphinéer-Zwilling | Das Dauphinéer-Gesetz bezeichnet zwei um die z-Achse um 60 Grad gedrehte Kristalle durchdringen sich (immer nur re-re, li-li) gegenseitig (auch Schweizer- oder alpines Zwillingsgesetz genannt). Die pyro- und piezoelektrischen Effekte der beiden Kristallindividuen heben sich dabei gegenseitig auf. Dauphinée-Zwillinge sind daher für die meisten technischen Anwendungen (z.B. als Schwingquarz) ungeeignet. |
Brasilianer-Zwillinge![]() |
![]() Das Brasilianer-Gesetz: Je ein Rechts- und Linksquarz durchdringen sich bei gleicher z-Achse, deswegen auch Ergänzungszwillinge genannt. Im Bild rechts wird diese Art der Zwillingsbildung durch die beiden kleinen trapezförmigen (leicht spiegelnden bzw. orange gezeichneten) Flächen in der Kristallspitze deutlich. |
| Liebisch-Zwilling | Nach dem Liebisch-Gesetz (auch "Combined Law" bzw. kombiniertes Gesetz genannt) durchdringen sich ein Rechts- und ein Linkskristall in verschiedener Stellung. Der Drehsinn der beiden Individuen ist entgegengesetzt: R'L,L'R. Rechts-Links-Zwillingsbildungen treten meist komplex auf, so dass zwischen Brasilianer- und Liebisch-Gesetz nicht unterschieden werden kann. |
| Esterel-Zwilling Reichenstein- Grieserntal-Zwilling |
Verzwillingung
nach (1
0 –1 1) zeigte
einen Winkel von 76°26' zwischen den c-Achsen, häufigstes
Zwillingsgesetz mit gewinkelten c-Achsen bei Hochquarz. Dieses
und die nachfolgenden "Zwillinge" wurden (und werden) verschiedentlich
auch als "unechte" Zwillinge oder als "Pseudeo"-Zwillinge bezeichnet.
Vereinzelt wird sogar die Bezeichnung "Zwilling" abgelehnt, es handele
sich um epitaktische, genauer homoepitaktische Verwachsung. |
| Sardinien-Zwilling | Verzwillingung
nach (1
0 –1 2) zeit einen Winkel von 64°50' zwischen den c-Achsen, auch
Sella-Zwilling genannt |
| Belodwa Beacon-Zwilling | Verzwillingung nach (30 –3 2) es zeigt sich ein Winkel von etwa 56° zwischen den c-Achsen |
| Cornish-Zwilling Cornwall-Zwilling Cornouallies-Zwilling |
Verzwillingung nach (2 0 –2 1) es zeigt sich ein Winkel von 42.58° zwischen den c-Achsen |
| Wheal Coats-Zwilling | Verzwillingung
nach (2
1 –3 1) die
c-Achsen zeigen einen Winkel von ca. 33,5° |
| Pierre Levee-Zwilling | Verzwillingung nach (2 1 –3 3) |
| Samshvildo-Zwilling | |
| Breithaupt-Zwilling Zwickau-Zwilling |
Verzillingung mach
(11-21) die c-Achsen zeigen einen Winkeln von 48°54' |
| Disentis-Zwilling | |
| Friedel-Zwilling |
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| Goldschmidt-Zwilling |
Verzwillingung
nach
(10-11), gefunden von Goldschmidt 1905 |
| Zinnwald-Zwilling |
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| Seedorf-I-Zwilling Seedorf-II-Zwilling |
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| Tiflis-Zwilling |
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| Zyndel-A-Zwilling Zyndel-L-Zwilling |
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Szepter-Quarz![]() |
fast doppelendiger Kristall sitzt auf schmälerem Prisma auf, seltener. Hier ein eher lanprismatischer Kristall. |
Fadenquarz![]() |
Ein Fadenquarz entsteht, wenn während des Kristallwachstums ein Kluftriss auftritt und den Kristall auseinander reißt. Während des Öffnens der Kluft wächst der Kristall von beiden Seiten des Risses aus wieder zusammen. Der Riss selbst bleibt als dünner „Faden“ im Kristall sichtbar. |
| Skelettquarz Rahmenquarz |
Bei schnellem Kristallwachstum in übersättigten Lösungen erfolgt das Wachstum besonders entlang der Kristallkanten und Ecken. Es bilden sich rahmenartig hervorgehobene Kanten um tiefer gelegene Kristallflächen (Rahmenquarz). Mitunter wachsen diese tiefer liegenden Kristallflächen von den hervorstehenden Kanten her wieder zu, wobei sich dünne Quarzscheiben über einem Hohlraum bilden (echte Fensterquarze). |
| Fensterquarz |
Fensterquarze Quarze mit übereiltem Kantenwachstum bei nicht vollständiger Ausfüllung der Flächen die das "Fenster" darstellen. |
| Gwindel |
Gwindel sind nach der
a-Achse oder (seltener b-Achse) gedrehte oder gewundene Quarze. Sie
zweigen typischerweise einen mehr oder weniger plattigen Habitus. Die
Ursache der Verdrehung ist unbekannt. |
| Kappenquarz |
Als Kappenquarze
werden Quarze bezeichnet deren Spitze kappenartige abzuheben ist. Diese
Besonderheit kommt durch die schichtige Einlagerung von (trennenden)
Mineralien wie Glimmer oder Kaolin zustande. Typische Vorkommen von
Kappenquarzen sind Pegmatite (etwa Hagendorf-Süd und
Hagendorf-Nord) |
Sprossquarz![]() |
Diese Bezeichnung wird für verschiedene Erscheinungen gebraucht: Einmal für Quarz-Aggregate in Form von Babylon- oder Artischockenquarz, zweitens für im Pegmatit eingesprosste Riesenquarze (z.B. in Hagendorf auch als Kappenquarze bekannt). Die zweite Bedeutung geht auf eine Benennung durch SCHMIDT, H. (1955) zurück. |
| Friedlaender Quarz |
Quarzkristalle mit
starker Flächenstreifung auf den
Flächen des sechsseitigen Prismas (10-10) quer zur
kristallographischen
c-Achse bzw. zum Prisma. Benannt nach dem Schweizer Geologen Carl
Gotthelf Immanuel Friedländer (1905-1991) |
Gitterquarz![]() |
Es gibt verschiedene
Gründe wann Quarz Gitterstrukturen bilden kann. Häufigste
Ursache ist Epitaxie auf/in Feldspat (Schriftgranit). Wird der Feldspat
weggelöst bleiben Gitterstrukturen - manchmal auch scheinbare
Japaner-Zwillinge - zurück. |
Sternquarz![]() |
Sternförmig, von
einem Punkt ausgehende Quarz-Kristallaggregate, z.B. recht schön
bekannt von der Johanneszeche bei Göpfersgrün im
Fichtelgebirge |
| Bambauer Quarz Lamellenquarz |
Quarze
mit fachwerkartigem Lamellenbau, welche typischerweise schnell aus
stark übersättigten hydrothermalen Lösungen
kristallisiert sind. |
| Babylon-Quarz (Kathedralen-Quarz) ![]() |
Die Aggregatform
Babylon-Quarz (weniger verbreitet sind die Bezeichnungen
Kathedralen-Quarz und Treppen-Quarz) kommt durch turm-/treppenartige
Parallelverwachsung zustande. Die Bezeichnung Babylon-Quarz wurde von
G. ROSE (1857) für derartige Kristalle aus England eingeführt. |
| Kaktusquarz (Spirit Quarz) ![]() |
In jüngerer Zeit wurden verstärkt sog. "Kaktusquarze" angeboten. Darunter versteht man Quarz-Aggregate mit lang gestreckten Mutterkristallen, deren Prismenflächen von kleinen kurzprismatischen Quarzkristallen einer zweiten Generation überzogen sind ("Kaktus"-Ausbildung). Bei violetten Exemplaren spricht man auch von "Kaktus-Amethyst". Viele und gute Exemplare kamen aus Boekenhouthoek, Provinz Mpumalanga (Ost-Transvaal), Republik Südafrika. |
| Ananasquartz | |
| Erdbeerquarz |
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| Artischockenquarz |
Gemeiner Quarz![]() |
weiß-grau |
Die häufigst zu
findende Farbe ist ein schmutziger weiß-grauer Farbton,
gegelgentlich auch gelblich, rötlich oder bräunlich. Diese
relativ reine Quarzart erhält (wie Milchquarz) seine Farbe durch
winzigste Gas- oder/und Flüssigkeitseinschlüsse. Eisenoxide
(führen zu gelblichen, rötlichen oder bräunlichen
Farben) und Manganmineralien sind öfters (teils aber auch nur
oberflächlich) anzutreffen. Der Übergang zu Bergkristall,
Rauchquarz und Amethyst ist fließend, z.B. ist oft die Spitze
eines gemeinen Quarzkristalls klar (=Bergkristall) ausgebildet. |
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Bergkristall ![]() |
wasserklar | "reiner Quarz". Färbende oder
trübende Einlagerungen oder Beimenungen fehlen ebenso wie
Gitterfehler, die als Farbzentren wirken könnten. Manchmal auch
als "Glasquarz" bezeichnet. Abgerollte
Bergkristalle im Kies des Rheins wurden füher zu
Schmucksteinen verschliffen und als "Rheinkiesel" bezeichnet.
Heute verwendet man den Namen "Rheinkiesel"
fälschlich als
Handelsbezeichnung für geschliffenes, hochbrechendes Glas in Modeschmuck und gemeine (farbige) Quarze. Für
technische Zwecke (z.B.
Schwingquarze) aber auch für Schmuckzwecke werden heute sehr reine
Quarze synthetisch im Labor hergestellt, die Bezeichnung "Bergkristall"
ist für künstliche Produkte nicht angebracht. Keine Diamanten: Für schöne kleine Bergkristalle haben sich wegen einer gewissen Ähnlichkeit zu Diamantkristallen an einigen Lokalitäten mineralogisch falsche Namen eingebürgert:
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Rauchquarz![]() |
rauchgrau | Farbursache ist häufig der Einbau von Al (am Si-Gitterplatz) oder / und natürliche oder künstliche Bestrahlung. In der Natur gerne in der Nähe von Uranmineralien. Handelsware ist häufig (mit Gammastrahlung) künstlich bestrahlt. Voraussetzung für die Färbung ist die Substitution von Si4+ durch Al3+ in den Tetraederpositionen im Quarz-Gitter wobei der Ladungsausgleich typischerweise durch H+-, Li+- oder Na+-Ionen auf Zwischengitterplätzen erfolgt. Durch (spätere, natürliche oder künstliche) radioaktive Betrahlung kommt es zur Entfernung eines der beiden Elektronen aus einem O2--Ion wobei ein H+-Ion dieses Elektron einfängt. So entsteht das lichtabsorbierende Al-O--Loch-Farbzentrum. Dieses so genannte Rauchquarzzentrum ist bis ca. 180° C stabil, bei höheren Temperaturen verblasst die Farbe. | |||
Morion![]() |
schwarz | Schwarzer Rauchquarz, Farbursache wie
Rauchquarz, Handeslware ist sehr oft (künstlich) bestrahlt, in der
Natur tritt Morion gerne in
der Nähe von Uranmineralien auf. |
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Amethyst![]() |
violett | Amethyst verdankt seine Farbe einem Gehalt von bis zu
0,1% Eisenionen.
Es sind (vermutlich beim Kristallwachstum) im Quarz teilweise Fe3+-Ionen
anstelle von Si4+-Atomen eingebaut worden. Diese
Gitterfehler wirken als Farbzentren wenn sie durch radioaktive
Bestahlung (z.B. aus natürlichen Quellen, etwa K-40)
aktiviert
werden. Wechselweise lagig violett-weiß gebänderte Amethyste
(nicht selten) werden mit dem Handelsnamen "Chevron-Amethyst" oder
"Banded Amethyst" bezeichnet. Amethyst aus dem Wölsendorfer Revier <hier> |
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| Citrin "Goldtopas" "Salamanca-Topas" "Maderia-Topas" "Maderia-Citrin" "Palmeira-Topas" ![]() |
goldgelb bis braun | Häufig bei 450 Grad gebrannter Amethyst. Die im Amethyst im Kristallgitter eingelagerten Eisen-Ionen orginisieren sich bei hohen Temperaturen zu submikroskopischen Hämatitblättchen um, das dann dreiwertige Eisen macht die goldbraune Farbe. Es kommt in der Natur jedoch auch echter Citrin vor, die Farbursache dürfte ähnlich sein. Bei noch höheren Temperaturen (500 bis 575°C) geht die Amethystfarbe/Citrinfarbe in gelbbraune bis orange oder rötliche Farben über ("Madeira-Citrin“ auch "Madeira-Topas“ genannt). Im Foto links ist die Citrin-Spitze als Madeira-Citrin zu bezeichnen. |
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Rosenquarz![]() |
rosa | durch feinste Einschlüsse eine
Dumortierit ähnlichen Minerals trüber, rosa
gefärbter Quarz, gelegentlich mit Asterismus durch Einlagerung
(feinster Rutilnadeln ?). Die Farbursache wurde von GOREVA et al. wie
folgt untersucht: Roenquarz (von 29 verschiedenen Fundorten) wurde
mittels heißer HF aufgelöst, der feinfaserige rosafarbige
Rückstand wurde analysiert. In allen Fällen (Ausnahme
Rosaquarz x - da gab es keinen Rückstand) wurde ein Dumortierit-ähnliches Mineral gefunden. |
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Rosaquarz![]() |
rosa |
Rosenquarz bildet
keine
Kristalle. Rosa-farbene Quarzkristalle werden als "Rosa Quarz" oder
"Rosaquarz" bezeichnet
und sind sehr selten. Grund für die unterschiedliche Benennung ist
einerseits die sicher andersartige Genes und die vermutlich abweichende
Farbursache. |
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| Blauquarz (Saphirquarz) ![]() |
blau | Sammelname für durch verschiedene Einschlüsse blau gefärbte Quarze. Die Farbursache ist uneinheitlich und teilweise ungeklärt. Häufig wird die auf verschiedene Einlagerungen zurückgeführtt: Rutil, Zeolithe, Ilmenit, Zirkon, Dumortierit, Turmalin, und blauer Krokydolith werden genannt. Es ist aber auch Färbung durch F-Zentren oder Färbung durch den Tyndall-Effekt in der Diskussion. Bei Ausrichtung der Einlagerungen zeigt sich selten auch Asterismus. | |||
Eisenkiesel![]() |
rot bis braun | durch Eisenoxide, typischerweise Hämatit
rot gefärbt Eisenkiesel aus dem Wölsendorfer Revier <hier> |
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| Aventurin-Quarz (Glimmerquarz) "Indische Jade" ![]() |
grün | Winzige Chrom-Glimmerplättchen geben dem
Aventurin-Quarz seine Farbe und im Anschliff schillendes/gitzerndes
Aussehen. Nicht verwechselt werden sollte der Aventurin-Quarz mit dem
Aventurin-Feldspat, einen orange-roten (Oligoklas-Feldspat,
Sonnenstein) Schmuckstein. Das durch die Glimmerplättchen
verursachte Glitzern wird auch Aventureszenz genannt. |
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| Milchquarz ("Schneequarz") |
weiß | häufig feinste
Flüssigkeitseinschlüsse, Handelsname für sehr
weiße Schmucksteine: Schneequarz |
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| Prasem ("Lauchquarz") ("Smaragdquarz") ("Afrikanische Jade") ![]() |
grünlich, lauchgrün |
durch Aktinolith / Hedenbergit gefärb,
früher wurde die Bezeichnung für alle möglichen
lauchgrünen Quarze verwendet. Weniger passend auch "Smaragdquarz"
genannt. Die besten Stücke auf dem Markt stammen aus Serifos /
Griechenland und Rio Marina, Elba, Italien.
Weiterhin sind Vorkommen in Marokko und Russland belannt. |
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| Prasiolith Grünquarz Vermarin |
lauchgrün |
"Grüner
Amethyst", Schmuckstein, durch geeigneten Brennvorgang ähnlich
Citrin aus Amethyst hergestellt (aber Fe2+ nicht wie bei
Citrin Fe3+ farbgebend), sehr selten auch natürlich
vorkommend (z.B. Coos County, New Hamphsire). |
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| Brasilit | gelb-grünlich |
Schmuckstein-Handelsbezeichnung für eine durch Brennen grünlich-gelb bis blassgelb gefärbten Quarz. Nicht zu verwechseln mit dem Mineral Brasilianit (chemisch NaAl3(PO4)2(OH)4) | |||
| Lemon-Quarz |
grüngelb |
Schmuckstein-Handelsbezeichnung.
Manche Rauchquarze zeigen nach einer Temperaturbehandlung bei ca. 140
bis 280° C derart grüngelbe Farben. Handelsware ist
praktisch immer behandelt, es soll aber auch natürlichen
Lemon-Quarz geben. (Identisch mit Brasilit ?) |
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| Ametrin (Trystin) (Bolivianit) (Amecitrin) ![]() |
zonar violett/goldbraun |
in Zonen -nicht einer Wachstumsfront folgend- abwechselnd violett (Amethyst) und goldbraun (Citrin) gefärbt, große Rarität. Manchmal auch "Bolivianit" genannt nach dem besten bekannten vorkommen, der Anahí Mine in Bolivien. In geringer Menge und weniger guter Qualität ist natürlicher Ametrin nich aus Indien und Brasilien bekannt. Seit 1994 sind synthetische Fälschungen (hydrothermale Züchtung, Verfahren von Dr. Balistky) aus russischen Labors bekannt und besonders bei optisch hochwertigen großen geschliffenen Schmucksteinen auf dem Markt verbreitet. Sehr scharfe violett-gelb-Grenze, fehlende Gas- oder Flüssigkeitseinschlüsse und kräftige Farben sind Indizien für solche Synthesen. | |||
| Ajoit-Bergkristall | grün (Phantome) |
Ajoit, ein seltenes
grünes Mineral mit der chem. Formel: (K,Na)Cu7AlSi9O24(OH)6·3H2O
ist phantomartig im Bergkristall eingewachsen. Einziger bekannter
Fundort ist die Musina Mine am Limpopo in Südafrika. |
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| Rutilquarz ("Venushaarquarz") ("Thetishaarstein") ![]() |
seiden-gold |
Feinste
Rutilnadeln
(="Engelshaar", "Venushaar") im
Quarz (Bergkristall oder Rauchquarz) eingewachsen geben einen seidigen,
goldfarbigen
Glanz. Die Rutilnadeln können wirr oder (z.B. durch epitaktische
Aufwachsung auf Hämatit) ausgerichtet und von goldgelber bzw.
seltener von roter, brauner oder schwarzer Farbe sein. |
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| Rubinquarz |
rotviolett |
Quarz mit Lepidolith-Einlagerungen | |||
| Irisquarz (Regenbogenquarz) |
bunt schillernd |
Irisierender Bergkristall. Das Farbenspiel wird durch dünne Lufthäutchen -entweder Einschlüsse oder feine Risse- an dem sich das Licht bricht, verursacht. Neuerdings wird diese Bezeichnung auch für künstlich bedampfte Quarze (z.B. "Rainbow Aura") verwendet. |
| Stinkquarz |
Stinkquarz ist ein durch
bituminöse Einschlüsse (auch Erdöl) schwarz
gefärbter Quarz der beim
Zerreiben eben nach diesen Einlagerung riecht. |
| Lechatelierit | Lechatelierit ist
amorph, zu 100% SiO2, welches sich als Einschluss aus der
Schmelze in magmatischen Gesteinen findet. |
| Fulgurit | Mineral der "Blitzröhre", ein durch Blitzeinschlag in Sand oder Gesteinen durch Schmelzen oder Verschweißen entstandenes Gesteinsglas |
| Trinitit | wie Flugurit geschmolzener Sand, jedoch durch den ersten Atombombentest bei Trinity Flats, White Sands, New Mexico, USA entstanden |
| Aqua aura | Kunstprodukt, mit
Metall bedampfte Quarze. Nach einem 2006 in den USA zum Patent
angemeldeten Verfahren erhält Quarz im Vakuum bei 871 °C eine
extrem dünne Goldschicht die zu einer azurblauen Farbe führt.
Mitlerweile wird auch mit anderen Metallen (die zu anderen
Färbungen führen) bedampft: "Rainbow Aura" (Titan und / oder
Niob) |
| Laserquarz |
obsolente Bezeichnung
für (angeblich) nicht verzwillingte Bergkristalle, oder für
langprismatische Bergkristalle. Hat mit "Laser" nichts zu tun denn
Bergkistalle (klare Quarzkristalle) eignen sich nicht als
Festkörperlaser (-Stab). |
| Paraiba-Quarz | hydrothermal im Labor
gezüchteter blaugrüner Quarz (Schmucksteine) |
| Bicolor-Quarz |
hydrothermal im Labor gezüchteter mehrfarbiger Quarz (Schmucksteine) |
![]() |
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