Rosenquarz von Pleystein


Pleystein gilt als Stadt des Rosenquarzes. Manchmal wird auch die Meinung vertreten, der gesamte Kreuzberg würde aus Rosenquarz bestehen, der lediglich oberflächlich ausgeblichen ist. Tatsächlich ist die Hauptmasse des Berges ein durch mikroskopische Flüssigkeitseinschlüsse getrübter, öfters streifenartig gezeichneter milchig weißer Quarz, der nur patienweise als Rosenquarz ausgebildet ist.

Über die Frage nach der Färbung von Rosenquarz ist viel spekuliert worden. Öfters wurden Rutil, Titan oder Eisen als Farbursache genannt. Neuerdings haben GOREVA et al. Rosenquarz-Proben von 29 unterschiedlichen Pegmatiten untersucht. Sie konnten belegen, dass feinste Einschlüsse von einem faserigen Dumortierit-ähnlichem Mineral dem Rosenquarz seine Farbe verleihen. Dumortierit, ein Borsilikat, ist durch gekoppelten Einbau von Spuren von Eisen und Titan rosa gefärbt. Auch wenn detailierte Untersuchungen für den Pleysteiner Rosenquarz nicht vorliegen, liegt der Gedanke nahe dass auch hier die gleiche Farbursache wirkt. Wie Rosenquarz von anderen Vorkommen, bleicht der Pleysteiner am Tageslich langsam aus.



Die Intensität der Färbung vom Pleysteiner Rosenquarz schwankt selbst im cm-Bereich in einem Handstück. Viel häufiger als kräftiges rosa ist ein milchig-hellrosa-Farbton. Bildbreite 10 cm


 

Literatur:

GOREVA, J., MA, C., ROSSMAN, G. (2001) Fibrous nanoinclusions in massive rose quartz: The origin of rose coloration. American Mineralogist, Volume 86, S. 466-472 <Abstract>
 
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