
| Almandin
nach Alabanda in Kleinasien (Eisentongranat, Syrischer Granat) |
Fe''3Al2[SiO4]3
Dichte=4,32 |
| Grossular
lat.: grossularia = Stachelbeere (Kalktongranat, Tsavorit, Kalifornischer Rubin, Granat-Jade, Montana-Rubin, Transvaal-Jade) |
Ca3Al2[SiO4]3
Dichte=3,59 |
| Pyrop
griech.: pytopos, von feurigem Aussehen (Magnesiatongranat, Böhmischer Granat Kaprubin, Adelaide-Rubin, Arizona-Rubin) |
Mg3Al2[SiO4]3
Dichte=3,58 |
| Andradit, Dematoid
nach Mineralogen J.B. d'Adrada (Kalkeisengranat, Sibirischer Chrysolith, Ural-Smaragd, Regenbogen-Granat) |
Ca3Fe'''2[SiO4]3
Dichte=3,86 |
| Spessartin
nach Fundort im Spessart (Mangantongranat, Hollandin, Mandarin) |
Mn3Al2[SiO4]3
Dichte=4,19 |
| Melanit
griech.: melas = schwarz |
Ti-haltiger Andradit |
| Tsavorit
nach Fundort Tsavo-Nationalpark/Kenia |
Cr und Va haltiger Grossular |
| Uwarowit
nach Graf S.S.Uwarow, russ. Staatsmann (Chromgranat) |
Ca3Cr2[SiO4]3
Dichte=3,8 |
| Hessonit
griech.: hesson = geringer (im Wert) (Kaneelstein) |
Fe-haltiger Grossular |
| Topazolith
"Topas"-ähnlich |
ein Andradit |
| Calderit
nach Indischem Geologen J. Calder benannt |
Mn''3Fe'''2[SiO4]3 |
Natürliche Kristalle sind immer mehr oder minder Mischkristalle aus verschiedenen Endgliedern und können (zonar) stark schwankend aufgebaut sein, wie mit der Mikrosonde leicht nachweisbar ist. So wird auch selten die theoretische Dichte (Röntgendichte) erreicht bzw. eingehalten.
Das Farbspiel reicht auch beim Granat von (fast) farblos-weiß bis tiefschwarz. Der Chromgranat (Uwarowit) besticht dabei durch seine knallgrüne Farbe, der Hessonit ist häufig rehbraun. Neuerdings wurde sogar ein rubinroter Granat, der Himbeergranat gefunden, ebenso smaragdgrüne, lediglich blaue Farbtöne fehlen. Es sind sowohl irisierende (opalisierende) wie auch alexandrierende (Farbe je nach Beleuchtung verschieden) Granate bekannt geworden. Am häufigsten ist der Almandin-Granat, der durchwegs dunkelbraun gefärbt ist, manchmal aber auch rötlichbraun-durchscheinend. Klassische Fundstelle für Almandin ist das Ziller- und das Ötztal. Granat kann gesteinsbildend sein, die größten Granatkristalle wurden mit über 700 kg angegeben. Ein schöner Almandin mit 23 cm Durchmesser aus Madagaskar ist in Paris im Museum zu sehen.
Als Kristallformen finden wir bevorzugt Rhombendodekaeder
("Granatoeder"),
seltener Ikositetraeder und recht flächenreiche Kombinationen.
| Ikositetraeder:
(z.B. Granat von Wendersreuth) |
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| Rhombendodekaeder:
(häufigste Kristallform bei Granat) |
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| Kombination Rhombendodekaeder
und Ikositetraeder: z.B. typisch bei den Almandinen von Menzlhof |
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In meiner Sammlung sind die bekanntesten Arten in bis zu 8 cm
großen
Kristallen vertreten. Die heimischen Almandine (Bild vorne links bis
Mitte)
stammen von Wendersreuth, Menzlhof und Steinach.
Bildmitte Hessonit von Gsteinach bei
Pleystein,
hinten links Topazolith von Wurlitz. Die "kindskopfgroßen"
Almandine
von Irchenrieth bei Weiden (Pegmatit) wurden um die Jahrhundertwende
gefunden
(Sammlung Vierling, 22 cm Durchmesser !), leider habe ich kein
sehenswertes
Exemplar dieser Fundstelle. Der mit 4 cm Durchmesser größte,
im Metapegmatit von Wendersreuth gefundene Almandin
steht in meiner Sammlung (Ikositetraeder). Belege von vielen weiteren
NO-bayerischen Fundstellen sind vorhanden, jedoch nicht in den Vitrinen.