
Man kann sagen, was man will, ein Element (Mineral) und - zwar ged. Gold - nimmt schon seit Urzeiten eine Sonderstellung ein. Warum ? Woher kommt der Wert ? Ich denke, es ist die Schönheit, die Seltenheit die gute Verarbeitbarkeit, und die Wiederstandsfähigkeit gegen Verwitterung, die alle Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist Gold weder das seltenste, das teuerste oder das härteste Edelmetall. Goldsucher und Goldwäscher - man hat schon eine eigene Bezeichnung für Leute, die dieses Mineral suchen - haben schon in Urzeiten bei uns und sonstwo auf der Welt jeden Fluß und jeden Bach durchsucht und, wo auch nur geringste Aussichten bestanden, mit großem Aufwand und Einsatz hoffnungsvoll mit dem "Abbau" begonnen. Allein in Nordostbayern mögen es über 100 Stellen sein, wo man auch heute noch die Spuren dieser alten Versuche sehen kann. Die Mehrzahl freilich war nicht erfolgreich und wurden alsbald wieder aufgegeben. Geblieben sind oft übertriebene Berichte von sagenhaften Schätzen, und mehr noch viele Flur- und Ortsbezeichnungen, die heute noch an den Goldbergbau erinnern. Natürlich gab es auch Ausnahmen, wirklich fündige Bergwerke, so etwa bei Brandholz (Goldkronach) am Rande des Fichtelgebirges, wo über Jahrhunderte hinweg Goldquarzgänge abgebaut wurden. Heute sind es eher die Hobby-Goldsucher, die mit Eimer, Schaufel, Sieb und Wachpfanne bewaffnet unsere heimischen Bäche durchsteifen - und auch immer wieder fündig werden. So wurde vor wenigen Jahren erst ein 4 mm großes Goldnugget in einem kleinen Bach südöstlich Vohenstrauß gefunden. Viele Info's über Gold und Goldwaschen finden sich im Internet durch das Schulprojekt AG Minifossi unter http://www.goldwaschen.de
In meiner Mineraliensammlung findet sich Schwefel (vorne links), Gold (im Gestein, vorne Mitte), Diamant (vorne halbrechts), Wismut (rechts), Kupfer (hinten), Silber (hinten links), Arsen (Mitte), und als Kleinstufen und MM Platin, Blei, Eisen, Selen, Goldnugget, Tellur, Antimon, Graphit, Diamant. Nicht auf dem Bild ist meine Gold-Kristallstufe, ein etwa 2 cm hohes Aggregat von bis zu 2 mm großen Goldkristallen aus Neuguinea. Aus heimischen Gefilden habe ich "Elemente" nur als Kleinststufen, so ged. Silber aus Hagendorf-Süd und ged. Kupfer aus Wölsendorf (Roland), Grube "Wilma" bei Obersdorf/Oberpfalz sowie Thumsenreuth bei Erbendorf. Erst kürzlich (3/2003) habe ich recht guten Graphit auf der Halde der Johanneszeche gefunden.