Etwa knapp 20 km nordöstlich von Weiden, nahe der Bundesstraße 15 (Neustadt-Tirschenreuth) gelegen finden sich die Ortschaften Beidl, Leichau und Schönficht. Östlich der kleinen Verbindungsstraße von Beidl nach Laichau, etwa auf halben Weg wurde (um 1900 ?) ein kleiner Tagebau auf Pegmatit bzw. Feldspat für die keramische Industrie betrieben.

So sind die Fundaussichten heute eher als "nicht gegeben" zu bezeichnen, wenngleich ich nicht leugnen kann, daß durch Grabungen möglicherweise noch gute Funde gemacht werden könnten, doch wer möchte schon eine Anzeige für den sicherlich entstehenden Flurschaden in Kauf nehmen ? Im größeren Umfeld der Grube werden immer wieder (Lesesteinfunde, bzw. bei Baumaßnahmen) Turmaline, vereinzelt auch Beryllkristalle gefunden.
Die Mineralisation von Beidl ist mit einem einzigen Wort zu beschreiben: "Turmalin-Beryll-Pegmatit". So gleicht die Paragenese den nahe gelegenen Pegmatiten von Wildenau und Plößberg, Schönficht und Schönthan, wobei zwar keine Phosphatmineralien aber mehr Turmalin und weniger Beryll gefunden wurde.
Schönen schwarzen Turmalin (Schörl), in bis zu
daumendicken,
maximal etwa 20 cm langen Kristallen hat man damals gefunden. Einige
Exemplare
zeigten sogar gute Endflächen, waren in (blaugrauen) Quarz
eingewachsen
und zieren heute so manche Regional-Sammlung. Ich konnte seinerzeit
einen
etwa fingergroßen Kristall, leider ohne Endflächen (Siehe
oben)
bergen. Im nahen Umfeld der Grube (im Granit) wurde von einigen
Freunden
und mir eine Turmalinkluft (Schörl, Hämatit) gefunden und auf
einige Meter verfolgt, die zwar keine guten Kristalle lieferte,
dafür
aber eindrucksvoll die Wirkung von borhaltigen Exhalationen im Gefolge
der Granit- und Pegmatit-Entstehung zeigte.
Im Pegmatit selbst waren noch Glimmer-Pakete (Muskovit) von erstaunlicher Größe (20 cm), manchmal mit Schörl innig verwachsen, selten kleine, weiße Beryllkristalle und Autunit sowie wenig Granat (Almandin ?) zu finden. Quarz und Feldspat fand sich - als Schriftgranit verwachsen - wie in fast allen Oberpfälzer Pegmatiten in guten Stücken.
Trotz eingehender Suche konnten keine weiteren Mineralien, besonders nicht die seltenen Phosphate oder Columbit (wie in den nahegelegenen Vorkommen von Schönficht, Sägmühle, Plößberg und Hagendorf) angetroffen werden. Granat scheint nur sehr untergeordent vorhanden zu sein (bis cm-groß, eingewachsen, unscheinbar schmutzigbraun).
Leider konnte über die Betriebszeit dieser Grube nichts in Erfahrung gebracht werden, weder in alter Literatur, noch durch Befragung der heimischen Bevölkerung konnten die genaueren Umstände geklärt werden. Funde aus alter Zeit (vor 1975) sind mir ebenfalls nicht bekannt. So kann ich auch keine weiterführende Literatur zu dieser Fundstelle nennen.
Im Umfeld der Grube (bis ca. 8 km Umkreis) durschwärmen
zahlreiche
- mehr oder weniger große - Pegmatitgänge den fein- und
grobkörnigen
Granit sowie die Nebengesteine. Eine Unzahl von Lesesteinfunden belegt
diese Vorkommen, nur wenige waren durch Aufschlüsse
zugänglich.
Bleistift- ja fingerdicke Turmalinkristalle wurden und werden hier
immer
wieder gefunden. Leider hat es mit der Schönheit von
Lesesteinfunden
immer so seine Grenzen...