
Arsenkies diente zur Erzeugung der früher zur Schädlingsbekämpfung eingesetzten arsenigen Säure (seit 1974 in Deutschland für Pflanzenschutz verboten). Heute sind vor allem die in Spuren enthaltenen Elemente Gold, Silber und Kobalt wichtig. Danait, ein bis zu 12% Co enthaltender Arsenopyrit ist ein wichtiges Co-Erz. Arsen wird heute z.B. in der Elektronik-Technik (Leuchtdioden mit Halbleiter aus Gallium-Arsenid), für bestimmte Legierungen (Flinten-Schrot) in allerdings geringeren Mengen wirtschaftlich genutzt. Die Weltjahresproduktion von Arsen (gerechnet in As2O3) betrug 1987 etwa 50.000t, größtenteils (10.000t) aus Schweden.
Hauptsächlich auf hydrothermal und pneumatolytisch gebildeten Gängen sowie Verdrängungslagerstätten tritt Arsenkeis auf. Enge Begleitung mit Pyrit, ja sogar epitaktische Verwachsung, in vielen Goldquarzgängen (z.B. auch Brandholz/Fichtelgebirge), in Zinnerzlagerstätten, auf Silber-, Antimon-, Kupferkies und in Sideritlagerstätten, aber auch in metamorphen Gesteinen und untergeordnet auch in Pegmatiten wird Arsenkies gefunden.
Immer wenn der Begriff "Arsen" fällt, denken viele Leute an
Gift.
Das ist durchaus richtig, doch sind Arsenverbindungen sehr
unterschiedlich
giftig und - allerdings in sehr kleinen Mengen - befindet sich Arsen
natürlicherweise
auch im menschlichen Körper, ja sogar in jedem Organ, wobei die
biologische
Funktion dort noch nicht ganz erforscht ist. Im Mittelalter war Arsen
eine
"beliebtes" Mordgift. Nicht nur, daß wenige Milligramm innerhalb
von Stunden zum Tod führen, zudem waren die Symtome einigen
Krankheiten
ähnlich, auch konnte Arsen nicht nachgewiesen werden und kein
Gegengift
war bekannt. Das hat dazu geführt, daß einige Fürsten
jener
Zeit sich dadurch schützten, daß sie sich mit kleinen (immer
wieder gesteigerten Gaben) "abhärteten", und selbst mit
Gramm-Dosierungen
nicht umzubringen waren. Aus moderner Sicht ist das natürlich
Unfung
(weil es zu Siechtum führt) ebenso, wie die von manchen Leuten
angeführte
"heilende" Wirkung von Arsenikwasser. Höchste Giftigkeit hat
keineswegs
reines Arsen (erst wenn dieses durch Speichel usw. chemisch angegriffen
wird, wird es hoch toxisch), auch nicht z.B. Auripigment, schon
deutlich
mehr der hier besprochene Arsenkies und ganz besonders giftig sind
viele
(komplexere, gut lösliche) Arsenverbindungen.
In meiner Mineraliensammlung ist Arsenkies aus einigen heimischen Fundorten und, in schönen Exemplaren weltweit vertreten. Das Bild oben zeigt Arsenkieskristalle von Chengzhou/Hunan, China, bis 1 cm große Kristalle habe ich auch aus dem Ural. Meine Auripigmet-Schaustufe (25 cm) hat als "Untergrund" Arsenkies, auch mit Kristallen.
Heimische Stücke stammen von der Grube Bayerland
(Pfaffenreuth/Waldsassen), Hagendorf-Süd,
von Brandholz
bei Goldkronach/Fichtelgebirge (schöner kleiner Kristall), aus dem
Steinbruch Oberbaumühle bei Windischeschenbach und von anderen
Fundorten.